Die aktuellen Stadtverordneten von Volt im Römer verabschieden sich nach erfolgtem Haushaltsbeschluss

12.03.2026

Mit dem gerade verabschiedeten Haushalt 2026 konnten die Stadtverordneten erneute wichtige Projekte anstoßen und fördern

Für die derzeitigen Stadtverordneten von Volt im Römer endet in diesem Monat voraussichtlich ihre Amtszeit. Umso mehr freuen sie sich, dass sie für ihre potentiellen Nachfolger*innen in der vergangenen Woche den Haushalt verabschieden konnten. Insbesondere auch, da sie hier noch einmal wichtige Herzensprojekte finanziell unterstützen konnten. 

„Von Anfang an war das Thema Housing First für Volt ein Projekt, das wir unbedingt in der Stadt umsetzen wollten“, erinnert sich der Fraktionsvorsitzende Martin Huber und führt fort: „Auch wenn wir am Anfang sehr viel Gegenwehr bei anderen Parteien, aber auch Trägern erfahren haben, haben wir diese Ziel konsequent weiterverfolgt und freuen uns, dass wir nun die MainWeg gGmbH erneut mit 200.000€ unterstützen können.“ Das Housing First Projekt der MainWeg gGmbH hat in den letzten Jahren bereits über 20 ehemals Obdachlose in eigene Wohnungen vermittelt. Die ursprüngliche Kritik, dass sich in einer Stadt wie Frankfurt keine geeigneten Wohnungen finden lassen, hat sich in diesem Fall als unberechtigt herausgestellt, perspektivisch verfügt das Projekt über 100 Wohnungen. Vielmehr benötigt die MainWeg gGmbH ausreichend Mittel, um personell stärker aufgestellt zu sein. „Die Sozialarbeiter*innen leisten großartige Arbeit und am besten können wir ihnen helfen, indem wir ihre Arbeitsbelastung reduzieren und genug Mittel für Personal bereitstellen. Wir hoffen auch, dass sie in Zukunft endlich eine Regelfinanzierung erhalten“, schließt Martin Huber ab.

Für Elisa Grote, diversitätspolitsche Sprecherin, ist mit Blick auf die restriktive Migrationspolitik von EU, Bund und Land der Etatantrag, mit dem gezielt in Arbeitsmarkt- und Integrationsberatung für langzeitgeduldete Menschen und Geflüchtete mit unsicherem Aufenthaltsstatus investiert wird, ein sinnvoller Schritt: “Viele dieser Menschen leben jahrelang in unserer Stadt, haben trotzdem nur eine unsichere Perspektive und leben mit der existenziellen Angst vor einer Abschiebung. Für eine dauerhafte und sichere Perspektive ist der Schlüssel häufig ein festes Anstellungsverhältnis. Hier gibt es aber bürokratische Hürden, wie lange Wartezeiten auf Arbeitserlaubnisse, unklare Aufenthaltsfragen oder fehlende Beratung. Wir wollen hier mit einem niedrigschwelligen und kombinierten Beratungs- und Begleitangebot ansetzen, nach dem Vorbild in Köln und Wiesbaden.“ Für die Beratung hat Volt im Römer 211.000€ in den Haushalt 2026 eingestellt, neben der Lösung für die Geflüchteten, liegt ein weiterer Vorteil auch in der Entlastung der Kommunen, da die langen Bearbeitungszeiten und Warteschleifen mit einer unnötigen Kostenbelastung für die Kommunen einhergehen, unter anderem in Form von Sozialleistungen. 

Britta Wollkopf, sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin, hat viele bemerkenswerte Institutionen, Träger und Vereine kennenlernen dürfen: „Auch in diesem Jahr konnten wir wieder mehrere Projekte unterstützen, die das Leben in unserer Stadt so besonders machen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Jahr den Fan-Projekten sowohl von der Eintracht Frankfurt als auch dem FSV Frankfurt helfen können, indem wir sie mit insgesamt 14.000 € unterstützen. Für die Stadt sind das verhältnismäßig kleine Beträge, aber was die beiden Projekte leisten, wie sehr sie – oft junge – Frankfurter*innen unterstützen, sollte in Zukunft deutlich mehr Beachtung bekommen.“ Die Gelder, die Volt im Römer für die zwei Fanprojekte bereitgestellt hat, gehen bei den Fans der Eintracht in das erfolgreiche Projekt „Wer boxt schlägt sich nicht“, welches jungen Menschen durch diese besondere Form der pädagogischen Arbeit ermöglicht, Wege zu finden, um Aggressionen zu kontrollieren und Selbstvertrauen zu stärken. Der FSV wird mit den Mitteln auf dem „Lernpfad gegen Antisemitismus“ besonders jungen Menschen jüdische Geschichte der Vergangenheit und Gegenwart näherbringen, sowie mit dem Projekt „Barrierefrei ins Stadion“ Empathie, Verständnis und Handlungskompetenz bei 10-14jährigen für Menschen mit Behinderungen fördern.

Mit einem weiteren Etatantrag stärkt die Fraktion Volt im Römer die kommunale Präventionsarbeit im Bereich Gesundheitsschutz. Dafür wurden 30.000 € für ein Pilotprojekt „Cannabis-Checking Frankfurt“ bereitgestellt. “Hintergrund ist, dass trotz der Teillegalisierung weiterhin viele Menschen Cannabis aus unkontrollierten Quellen beziehen, in denen gefährliche Beimischungen enthalten sein können. Die gemeinschaftlich organisierten Cannabis-Clubs, die grundsätzlich sinnvoll sind, können den gesamten Bedarf jedoch nicht decken. Das Projekt soll es ermöglichen, Cannabis aus anderen Quellen anonym auf Reinheit und Wirkstoffgehalt prüfen zu lassen. Dies schützt die Konsumierenden und ermöglicht es gleichzeitig, über die gesundheitlichen Folgen aufzuklären”, so Britta Wollkopf.  

Johannes Hauenschild, wirtschaftspolitischer Sprecher, hatte in dieser Wahlperiode  den Vorsitz im Wirtschaftsausschuss inne. Seine Schwerpunkte lagen unter anderem in regionalen Themen wie z. B. der Förderung von StartUps und Handwerksunternehmen. “Mit dem Etatantrag für einen „Tag der urbanen Produktion“ bieten wir eine großartige Möglichkeit, Frankfurter Handwerksbetriebe, Manufakturen und Werkstätten sichtbarer zu machen und zeigen, wie viel Wertschöpfung, Ausbildung und Innovation direkt hier in unserer Stadt entstehen. Gleichzeitig knüpfen wir damit an weitere Initiativen an, die wir bereits auf den Weg gebracht haben – etwa die Förderung zur Übernahme von Handwerksbetrieben, damit Betriebe erhalten bleiben und Nachfolger*innen eine Perspektive bekommen. Und wir wollen künftig noch weitergehen: Zum Beispiel mit einem freiwilligen Handwerksjahr nach Lübecker Vorbild, wobei junge Menschen praktische Einblicke in handwerkliche Berufe gewinnen und vielleicht genau dort ihre berufliche Zukunft entdecken“, kündigt Johannes Hauenschild an.

Abschließend bedankt sich die Volt-Fraktion bei den Vertreter*innen der Presse, der Stadtverwaltung sowie bei den Bürger*innen Frankfurts für das große Interesse und die konstruktive Begleitung unserer Fraktionsarbeit. Eine lebendige Demokratie lebt vom offenen Austausch, kritischen Nachfragen und engagierter Beteiligung. Dieses Interesse bestärkt auch die künftige Volt-Fraktion darin, weiterhin transparent, lösungsorientiert und im Dialog mit der Stadtgesellschaft an der Zukunft Frankfurts zu arbeiten.

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