Lösung für die Berta-Jourdan-Schule benötigt ein verantwortungsvolles Konzept 

Die Volt-Fraktion im Römer sieht die geplante Anmietung eines ehemaligen Bürogebäudes in der Stephensonstraße unter anderem für die Berta-Jourdan-Schulen nach aktuellem Stand kritisch. Aus einer ursprünglich sinnvollen Prüfung einer Zwischenlösung ist aus Sicht der Fraktion ein überdimensioniertes Projekt geworden.

Die Berta-Jourdan-Schulen benötigen unstrittig größere Räumlichkeiten. Die “Planungsphase 0” hat hierfür einen Flächenbedarf von rund 15.300 Quadratmetern ergeben. Die nun vorliegende Vorlage sieht jedoch eine Nutzung von über 37.000 Quadratmetern für die Berufsschulen vor – insgesamt sollen sogar fast 47.000 Quadratmeter angemietet werden. Eine nachvollziehbare Begründung für diese Ausweitung fehlt aktuell. 

Die ursprünglich geplante Unterbringung der Abend-, Haupt- und Realschule ist inzwischen obsolet, da diese Teil eines neuen Campus für Erwachsenenbildung im Ostend werden soll. Auch die Stadtteilbibliothek Gallus soll perspektivisch wieder an ihren bisherigen Standort zurückkehren. Das Medienzentrum hat seinen bestehenden Mietvertrag bis 2031 verlängert und kann die zusätzlichen Mietkosten nicht stemmen. Weitere Ideen – etwa die Unterbringung der Experiminta – scheitern ebenfalls an finanziellen Realitäten. Damit verbleiben faktisch nur die Berta-Jourdan-Schulen selbst sowie gegebenenfalls eine Kita als dauerhafte Nutzer. Selbst bei großzügiger Bemessung ergibt sich daraus nach Schätzung der Volt-Fraktion ein Flächenbedarf von maximal rund 20.000 Quadratmetern, was weniger als die Hälfte der geplanten Anmietung entspricht. 

„Geänderte Rahmenbedingungen erfordern eine Anpassung des Vorhabens.“ so Britta Wollkopf, bildungspolitische Sprecherin von Volt im Römer. „Dabei darf das Ziel, zeitnah eine Lösung für die Berta-Jourdan-Schule zu finden, nicht aus dem Blick geraten. Doch es muss dabei auch ernsthaft nach alternativen Lösungen gesucht werden. Ausgangspunkt muss ein realistisches Flächenangebot sein. Ob dies durch eine kleinere Anmietung, städtische Immobilien oder durch beschleunigten Neubau geschieht, muss ergebnisoffen geprüft werden.“ 

Sollte die Stephensonstraße trotz bekannter Ineffizienzen und hoher Kosten weiter im Gespräch bleiben, braucht es aber zunächst ein umfängliches und finanziell tragfähiges Nutzungskonzept für die gesamte anzumietende Fläche. „Dass in der Vergangenheit bereits teure Bürogebäude für Schulzwecke angemietet wurden, ist aus unserer Sicht jedoch kein inhaltliches Argument. Solche Projekte müssen die absolute Ausnahme bleiben, andernfalls drohen enorme Folgekosten ohne ersichtliche Strategie für die Bildungslandschaft.“ so Britta Wollkopf anschließend.

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